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Deutschland klingt gar nicht mal so gut 27.Mai 2008, 15:47

Posted by hoellenkuehlschrank in Fernsehen, Musik (mehr oder weniger), Öffentlichkeit.
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Der Eurovision Songcontest (oder ESC für die Pfiffigen unter euch) ist zwar schon vorbei, aber dennoch möchte ich noch ein paar Zeilen darüber verlieren.

Erst einmal:
Deutschland hat ziemlich verdient verloren. Der Auftritt war langweilig, das Lied war irgendeine 08/15 Popo-Pop-Produktion (geiles Wort, wa?) und zu allem Überfluss haben die vier Hupfdohlen auch noch schräg gesungen. Eine Schande für den Engländer, denn den fand ich eigentlich viel zu gut, als dass er sich den Platz mit den No Angels teilen sollte. Die deutschen Massenmedien würden wohl auf böswilligen Rassismus tippen.

Russland hat gewonnen, meiner Meinung nach verdient, da ein riesiger Aufwand hinter dem Auftritt steckte, eine gute Perfomance geliefert wurde und Charts-Regent Timbaland mit an Bord war. Auch die übrigen Platzierungen fand ich nicht sehr überraschend und es hat mich gefreut, dass Bosnien&Herzigowina es so weit geschafft haben (ich find das Lied irgendwie toll).

Alles in allem wurde ich sehr gut unterhalten und es kam mir sehr ulkig vor, wie Peter Urban bei der Punktevergabe von Mal zu Mal frustrierter wurde und natürlich immer eine passende Ausrede dafür hatte, dass Russland und nicht Deutschland die Punkte bekam (dass die No Angels einfach scheiße waren, fiel ihm dummerweise nicht ein). Die darauffolgende Ostblock-Verschwörungs-Diskussion war schon vorprogrammiert und ist in vielen anderen Blogs schon zur Genüge kommentiert, weswegen ich auch nicht mehr viel schreiben werde, sondern einfach mal (faul wie ich bin) auf Niggemeier verweise, der das Ganze Spektakel recht gut in Worte fassen konnte.

Mein Fazit:
Deutschland kommt einfach nicht damit zurecht, dass es nicht der (musikalische) Mittelpunkt Europas ist. Und ein Land, dass das Können von so genannten Ostblock-Ländern nicht anerkennen, geschweige denn davon lernen möchte und gleichzeitig seine Charts mit Castingshow-Produkten, Asozialen-Hipohop und Klingeltönen pflastert, wird lange warten müssen, bevor es bei so einem Wettbewerb wieder einen Platz in der oberen Hälfte erlangen können wird.

In diesem Sinne, ihr seid meine Schnuffel!

Film über den Irak-Krieg: Leading to War 9.Mai 2008, 16:04

Posted by hoellenkuehlschrank in Internet, Öffentlichkeit.
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Gerade eben erst bin ich beim Lesen meiner Feeds auf diesen Artikel von Stefan Niggemeier aufmerksam geworden.

Ein Film über den Irak-Krieg mit dem Namen “Leading to War” soll zeigen, wie die einflussreichsten amerikanischen Politiker (Bush, Rice, Powell u.v.m.) durch ihre Reden in den Medien dafür gesorgt haben, dass ganz Amerika ganz wild auf einen Krieg gegen den Irak geworden ist. Hierbei gibt es keinen Erzähler oder irgendwelche extra gedrehte Szenen, sondern lediglich Fernsehauftritte von Politikern, die aneinandergereiht zeigen, wie Kriegspropaganda auch in unserer angeblich zivilisierten Welt noch außerordentlich gut funktioniert.

Selber gesehen habe ich den Film noch nicht, aber ich bin gerade dabei ihn mir herunterzuladen, was völlig kostenlos ist und ich jedem rate.

Ich selbst bin nicht sehr politisch (und ich behaupte einfach mal, dass es bei vielen anderen genauso ist) weswegen ich solche Filme, die auf simple Art und Weise darstellen, was in der Politik so passiert, für ziemlich wichtig halte (auch wenn ich jetzt natürlich noch nicht beurteilen kann, ob das wirklich so ist, ich vertraue da vorerst einmal der Meinung Stefan Niggemeiers).

Also:
Hier könnt ihr den Film herunterladen und in diesem Blogeintrag könnt ihr darüber erfahren.

In diesem Sinne, schönes Wochenende

Neue Stories aus Österreich - Sie werden immer jünger, hihi… 7.Mai 2008, 15:08

Posted by hoellenkuehlschrank in Öffentlichkeit.
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In den Medien kommt Österreich im Moment ja garnicht mal so gut weg und scheint allmälig ein “Vergewaltiger-Image” aufgestempelt zu bekommen. Dabei wage ich jetzt einfach mal zu bezweifeln, dass irgendein anderes Land der EU eine weißere Weste hätte, aber darum geht es gerade nicht.

Nichtsdestotrotz (irgendwie hat das Wort etwas Ästhetisches) ereilte ein neuer - und irgendwie auch noch obskurerer - Fall von Vergewaltigung in Österreich (genau genommen in Klagenfurt) die Medien.

Ein Zwölfjähriger (!!!) hat eine Achtjährige (!!!!!!) und einen gleichaltrigen Freund in den Keller eines Wohnblocks gelockt und Erstere dort gezwungen sich auszuziehen (weiter möchte ich hier nicht ausführen, dazu bitte auf den Link unten klicken). Herausgekommen ist die Sache, weil das Mädchen seiner Mutter alles erzählt hat (gut gemacht!).

Naja, mal wieder ein Fall von: “Ich glaub es hackt!”
Das Beste an der Sache ist, dass der kleine Schwerenöter dafür nicht verknackt werden kann, da er noch nicht strafmündig gewesen ist und scheinbar ist der kleine Bub bei der Polizei auch schon berüchtigt.

Tja, was soll man da machen? Erstaunlich finde ich, dass ich bisher nirgendwo eine Stellungnahme der Eltern finden konnte. Wobei ich - von Stereotypen stark beeinflußt - schon das Bild der Hartz IV-Familie vor mir sehe: Der Junge sitzt vor der Glotze, Vater ist desinteressiert, Mutter überfordert, und wahrscheinlich bevölkern noch ein halbes Dutzend Geschwister die 30m²-Wohnung. Aber naja, sind ja nur Stereotypen, ich sage garnicht, dass das wirklich so ist. Vielleicht (oder gar höchstwahrscheinlich) sind die Eltern des Knaben Ärzte oder Anwälte. Dennoch… gewissen Leuten sollte man das Recht auf Kinder verweigern dürfen.

(via Spiegel Online )

Zu viel Information… 6.Mai 2008, 17:29

Posted by hoellenkuehlschrank in Fernsehen, Öffentlichkeit.
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Es ist ja inzwischen schon Gang und Gäbe Berichte über vergewaltigte Kinder und in der Kühltruhe verstaute Säuglinge zu sehen. Was mich aber schier anekelt, ist es, wie geil die Medien scheinbar darauf sind, möglichst detailiert mitzuteilen, wie genau die Opfer misshandelt und wie die Leichen vorgefunden worden. Sind das wichtige Informationen? Reicht es nicht zu wissen, dass da eine sehr kranke Person sein Kind misshandelt hat und dafür seine Strafe bekommt. Gut ist.
Ich muss nicht wissen, dass da irgendein Kind mit einem alten Sack Oralsex hatte.

Hier ein aktuelles Beispiel(ausnahmsweise mal nicht zu Josef Fritzl):
Interpol fahndet nach einem Mann, der drei Kinder in Asien vergewaltigt und davon Bilder gemacht hat.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP zeigt eines der Bilder den Mann beim Oralsex mit einem kleinen Jungen. Auf einem weiteren Bild liegt er zwischen zwei Kindern, die offenbar seine Genitalien berühren.

(via Google News)

Was soll diese Info bezwecken? Sollen wir uns jetzt alle dieses obskure Bild vorstellen, damit wir wissen, dass es ganz doll schlimm ist, was dieser Typ gemacht hat? Oder gucken besonders viele Leute hin, wenn möglichst schlüpfrige und perverse Details preisgegeben werden?
Ich weiß es nicht, aber irgendwann ist es auch mal gut….

Natascha Kampusch…. ich kann sie irgendwie nicht ernst nehmen 5.Mai 2008, 15:41

Posted by hoellenkuehlschrank in Fernsehen, Öffentlichkeit.
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Also, folgender Hintergrund:

Wie jeden Morgen lief bei mir, während ich mich für die Schule fertigmachte, RTL Punkt 6. Das ist so ein komisches Klatschmagazin, das vorgibt, Nachrichten zu senden. Der Hauptgrund, der mich dazu veranlasst, das zu gucken, ist der Wetterbericht, damit ich Bescheid weiß, wie warm oder kalt ich mich anziehen muss/kann.

Naja, wie jedes Klatschmagazin, gibt auch bei Punkt 6 Berichte über Josef Fritzl, den 73-Jährigen “Kinder- und Verwandtenliebhaber”. Aber RTL ist ja ganz gerissen und hat ein Ass im Ärmel… warum? Na, weil RTL die Exklusivrechte auf Natascha Kampusch und ihr Leben hat.

Natascha Kampusch ist übrigens das Mädchen, dass letztes Jahr ebenfalls aus einem Keller gerettet wurde, und jetzt neidisch ist, dass ihr (da sie ja nur acht Jahre eingesperrt gehalten wurde) jetzt ganz miese die Show gestohlen wird. Jedem, der es hören will, erzählt sie jetzt, dass sie die Familie unterstützen will (sie hat schon 25000€ gespendet), und total Verständnis hat usw. usf. etc. pp.

Für mich ist Frau Kampusch eine außerordentlich aufmerksamkeitsgeile Hupfdohle. Und wenn ich sie schon reden höre und sehe, kommt es mir vor, als würde sich diese Person für das wichtigste und besonderste Wesen des Erdenrunds halten.

Aber das Tollste kommt erst noch: Natascha bekommt eine eigene Talkshow!!!!
Ich glaub es hackt! Jemand, der acht Jahre lang im Keller gehalten und womöglich noch sexuell misshandelt wurde, tritt ins Leben zurück und greift nach jedem Strohhalm, den sie kriegen kann, um Aufmerksamkeit zu bekommen, und jetzt soll es auch noch eine Talkshow sein? Ich seh es schon vor mir, wie da Leute mit Problemen sitzen, und jeder Satz von Frau Kampusch anfängt mir:
“Ja, bei mir war das ja so, dass…”
Oh mein Gott, wo bin ich hier nur gelandet…. und die Sendung wird wahrscheinlich auch noch ein Kassenschlager. Lebenshilfe als Ausrede zur Selbstdarstellung.

Naja, man muss es sich ja nicht angucken….

In diesem Sinne, schönen Start in die Woche wünsche ich.

Kleinkindhaltung 28.April 2008, 13:32

Posted by hoellenkuehlschrank in Öffentlichkeit.
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Ich denke, so gut wie jeder wird es mitbekommen haben:

In Österreich hat 73-jähriger seine Tochter die letzten 24 Jahre im Keller gesperrt gehalten, und mit dieser sieben Kinder gezeugt. Drei davon nahm er in seine Familie zu seiner neuen Frau auf, die anderen drei (eines der sieben starb) blieben bei der Mutter im Keller. Angeblich soll der Rentner ein perfektes Doppelleben geführt haben, sodass niemand etwas davon mitbekommen hat. Eines der Kinder wurde jedoch irgendwie bewusstlos vorgefunden, und so wurde der Braten gerochen.

Schöne Geschichte, nicht? Hatten wir ja vor ein paar Jahren schonmal mit einer gewissen Frau Kampusch (erstaunlich, zu was es alles wikipedia-Einträge gibt).

Sowas ekelt einen ja schon ziemlich an, was Menschen für kranke Dinge mit ihren Kindern machen. Und immer mehr dieser Fälle kommen ans Licht, und lassen nur befürchten, was sonst noch so hinter geschlossenen Türen geschieht. Da werden Kinder in Kühltruhen gepackt, eingesperrt, missbraucht, hungernd liegen gelassen, geschlagen und was weiß ich, und die Medien reden mit gespielter Betroffenheit darüber und am nächsten Tag ist es dann vergessen.
Wohl auch so eine Sache, die man niemals ändern können wird. Ich frage mich, was in diesen Leuten vorgeht, die so einen widerwärtigen Mist machen. Ich meine, irgendwie müssen dass ja mal normale Menschen gewesen sein, die durch irgendwas schwer, schwer verdorben worden sind.
Kindheitsneurosen? Machtausübung? Sexuelle Not?
Tja, und wenn man dann schonmal ein Kind hat, mit dem man eigentlich nichts anfangen kann, warum es dann nicht dazu benutzen, seine perversen Störungen zu befriedigen.

Mehr fällt mir auch nicht ein, was ich dazu schreiben soll.

In diesem Sinne, bleibt anständig zu euren Kindern, oder schafft euch erst garkeine an!