Philosophie GK Klausur: Staatsphilosophie 19.Mai 2008, 22:25
Posted by hoellenkuehlschrank in Schule.Tags: 12, Abitur, GK, Grundkurs, Hegel, Klausur, Philosophie, Staatsphilosophie
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Morgen schreibe ich eine zweistündige Philosophieklausur zum Thema Staatsphilosophie und diesen Beitrag möchte ich dazu nutzen, den Stoff zu ordnen, um ihn besser verinnerlichen zu können. Und falls sich irgendwo da draußen mal ein fremder Philo GKler hierhin verirrt, und hilfreich findet, was er dann sehen wird, wäre das doch ein ganz netter Nebeneffekt.
Bei der Klausur werde ich (so prophezeite es die Lehrkraft) die Wahl zwischen zwei Texten haben. Einen von beiden werde ich behandeln müssen, der andere möge in der Hölle schmoren.
Text a) wird von der Staatsphilosophie Hegels handeln
Text b) wird sich mit den Präliminarartikeln Kants aus „Zum ewigen Frieden“ befassen
Dann schauen wir mal, was alles für die Klausur wichtig ist:
Georg Wilhelm Friedrich Hegel – Der Staat aks Verkörperung der Vernunft
(aus: Zugänge zur Philosophie: Grundband für die Oberstufe; S. 340-347)
- Vertreter eines Geistmonismus:
- subjektiver Geist – Geist eines Einzelnen; individueller Wille
- objektiver Geist – Geist/Wille der Allgemeinheit
- absoluter Geist – der richtige Wille; das Absolute
- Vertreter der konstitutionellen Monarchie
- Staat als Ort der Freiheit und des objektiven Geistes
- Ziel: Erkenntnis dessen, was im bestehenden Staat das Vernünftige und damit das eigentlich Wirkliche ist; will kein abstraktes Ideal entwickeln, sondern aufzeigen, was möglich ist
- Rechtsphilosophie in drei Schritten:
- Abstraktes Recht = Verträge und Gestze; äußere Freiheit; Absichten und Motive spielen keine Rolle
- Moralität = innere Freiheit des Subjekts; Willensfreiheit, die sich an der selbst gesetzten Moral orientiert, dem Gewissen; subjektive Absicht ist entscheidend; Allerdings: Das Gewissen kann in seiner ursprünglichen Form vom Staat nicht anerkannt werden; es muss erst durch Gesetze und Grundsätze die Erkenntnis dessen erlangen, was gut und recht ist (-> wahrhaftiges Gewissen)
- Sittlichkeit = Einheit aus subjektiv Gutem (Gewissen) und objektiv Gutem (Recht); der subjektive Wille bindet sich aus freier Einsicht an die vernünftige Ordnung der Gemeinschaft
- wirkliche Freiheit ist für Hegel also kein Individualismus des Privatmenschen, sondern in der bewussten Mitarbeiten der Individuen an einer vernünftigen Gemeinschaft
- Die Idee der Sittlichkeit wird wiederum in drei Schritten entwickelt:
- Das Prinzip der Familie = eine Gesellschaft, deren Glieder durch Liebe, Vertrauen und natürlichen Gehorsam (Pietät) verbunden sind; man gehört nicht durch den WIllen sondern von Natur aus einer Familie an; ein organisches Ganzes; der Willen der Glieder kommt dem Ganzen zu Gute; der Gehorsam wird dem Oberhaupt entgegengebracht, das den Willen der Familie ausmacht
- Das Prinzip der bürgerlichen Gesellschaft = jeder ist sich selbst der Zweck; Masse selbstsüchtiger Zwecke steht dem allgemeinen Zweck entgegen; die Einheit der Familie ist in eine Vielheit zerfallen; Besonderheit steht entgegen der Allgemeinheit; fördert die Bildung von Klassen (Bürger und Pöbel)
- Der Staat = „Die Wirklichkeit der sittlichen Idee“; Vereinigung des Prinzips der Familie und der bürgerlichen Gesellschaft; Zweck der Individuen ist es, ein allgemeines Leben zu führen; die Interessen der Individuen gehen in die Interessen der Allgemeinheit über, gleichzeitig muss das Individuum den substantiellen Geist der Allgemeinheit anerkennen; wechselseitige Beziehung; die Allgemeinheit des Zwecks kann nicht ohne das eigene Wissen und Wollen der Besonderheit fortschreiten;
Soviel zu Hegel.. über Kant schreibe ich jetzt nichts mehr, weil es spät ist und mein Bruder mir die Zeit stahl. Ich denke das wird morgen schon schief gehen und wie immer in Philosophie eine zwei werden.
Schönen guten Abend noch



Hey,
cool^^
ich freu mich grad voll über deinen Eintrag xD
ich schreib nächste woche genau über das Thema auch ne philo klausur
sehr hilfreich dein text
danke
mfg methnic