Irgendwie funktioniert die Welt nicht… 21.April 2008, 16:32
Posted by hoellenkuehlschrank in Sprüche & Gedanken und co..Tags: keine, Lösung, Leben, Meinung, Politik, Probleme, Welt, Welthunger, Wirtschaft
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Hmm… etwas, was mir schon die ganze letzte Zeit durch den Kopf spukt…
Ich bin jetzt 17 Jahre alt und, wenn ich ehrlich bin, weder politisch noch ein Pionier der wirtschaftlichen Fertigkeiten, aber dennoch habe ich bisher genug Eindrücke von der Welt sammeln können, um zu der in der Überschrift stehenden These zu gelangen: Die Welt funktioniert nicht richtig bzw. wird sie nicht mehr lange irgendwie funktionieren können.
Wenn ich so die Medien beobachte, mich informiere, mir meine Meinung bilde, dann komme ich immer mehr zu dieser Erkenntnis. Wir bekommen auf der Welt immer mehr Ärger an den Hals, und wirklich gelöst wird nie was(bzw. kann man es garnicht), sondern es wird immer nur “dran gearbeitet”, “sich engagiert”, “sich eingesetzt”. Und das sind nicht die kleinen Dinge, nein, das sind Dinge, die die Welt angehen.
Welthunger? Man kann spenden, man kann sich ein Kind adoptieren (was ich übrigens für eine gute Sache halte), aber satt wird der schwarze Kontinent davon nicht (dabei ist Nahrung zur Genüge da).
Armut und Reichtum? Es ist meistens Glückssache, manchmal eine Menge Arbeit, ob man reich oder arm ist, aber gegen die Reich-Arm-Disparitäten wird man niemals etwas tun können.
Globale Erwärmung? Ein natürlicher Prozess, der durch unser Tun beschleunigt wird. Live Earth und Contra CO² schön und gut, aber viel machen kann man da nicht mehr.
Religionskonflike? Islam, Christen, Juden, was weiß ich…. was bringt Religion eigentlich? Der kleine Christ für sich ist vielleicht glücklich, aber für die Welt heißt Religion nichts als Unfriede.
Globalisierung? Wie will man die Welt unter einen Hut bekommen, wenn jedes Land für sich schon genug Probleme hat. Mal ganz davon abgesehen, dass die Arbeiter der Großkonzerne in Asien und Afrika die absolute Arschkarte gezogen haben (keine Bildung, miese Löhne) und mit nicht in der Lage sind mitzuglobalisieren.
Etwas Aktuelles: China und Tibet? Überall wird protestiert, aber die Chineses werden weiterhin tun dürfen was sie wollen, sei es nun aus Angst oder weil China so ein aufstrebendes Land ist. Die Olympischen Spiele werden vorüberziehen, und in Tibet wird sich nichts ändern (oder glaubt hier wer daran?).
Mißhandlung, Diebstahl und Kriminalität? Die Medien gewöhnen uns von Tag zu Tag mehr daran, aber fast immer ist es schon zu spät.
Diese Liste könnte ich ewig weiterführen… Probleme, über Probleme, und die Medien bestimmen, was gerade aktuell ist. Und das sind weltweite Angelenheiten.. die sich aber natürlich auch auf alle kleineren Ebenen projizieren lassen. Im Moment frage ich mich eigentlich nur, wie lange das noch so weitergehen wird bzw. wann und wie es endet, und wie die Welt einmal aussieht (oder ausgesehen hat?), wenn ich nicht mehr sein sollte.
Das Glück kann nur jeder für sich suchen. Man kann versuchen “sich zu engagieren” und vielleicht dafür sorgen, dass es ein paar Menschen auf der Welt weniger beschissen geht. Man kann versuchen das beste für sich aus dem zu machen, was man hat. Man kann ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und nette Leute um sich versammeln, mit denen man versucht das Leben zu meistern, so gut es eben geht, denn viele haben da wesentlich schlechtere Chancen.
Ihr seid jetzt dazu freigestellt Kommentare á la “Ey, du unreifes Kind” vom Stapel zu lassen, es sei außerdem gesagt, dass das Geschriebene natürlich lediglich meiner eigenen Meinung entsprang, und ich mich gerne von weisen, erwachsenen Menschen belehren lasse.
In diesem Sinne, lasst es euch gut gehen


Ein sehr interessanter Beitrag und in vielen (fast in allen) Punkten bin ich geneigt mit dir übereinzustimmen. Nun bin ich aber auch nicht als Erwachsen zu bezeichnen, ich bin wahrscheinlich nichtmal zwei Jahre älter als du (kommt drauf an, wann du Geburtstag hast) und innerlich bin ich sowieso noch zwölf. Meiner Meinung nach, ist die Welt schlecht. Oder anders, der Mensch ist schlecht. Das ist leider inzwischen ein unabänderliches Naturgesetz geworden und wahrscheinlich ist es dazu da, dass wir einfach nicht zu viele werden. Tatsache ist aber, dass der Mensch schon immer schlecht war. Das ist nicht unbedingt eine neuzeitliche Entwicklung. Früher wurden Kriege als diplomatische Mittel angesehen. Zu Zeiten der Inquisition wurde einfach jeder Andersgläubige so lange gefoltert, bis er irgendein Verbrechen gestand, das er gar nicht begangen hatte. Die Kreuzzüge wurden aus christlicher Überzeugung geführt und unter dem Banner Christi wurde gemordet, vergewaltigt und geplündert. Ideale sind für den Menschen nur so lange von Wert, wie sie bequem sind. Die Probleme sind also nicht neu, nur die Waffen werden größer und wir sind über die Missstände durch die Medien besser informiert. Gewalt liegt in der Natur des Menschen. Schon die alten Griechen fragten sich, warum der Mensch gewalttätig sei. Wir sind dazu verdammt unsere Fehler zu wiederholen. Neonazis und andere Leuchten machen mir persönlich immer wieder klar, dass wir aus unserer Geschichte einfach nie lernen. So ist es wie du sagst, verehrter Höllenkühlschrank. Alles was uns bleibt, ist unser Leben so gut zu Leben wie wir können. Denn ein Utopia, in dem alle Menschen in Frieden leben und ohne Gewalt und Hunger in den Tag gehen können, wird es niemals geben. So kann jeder für uns nur seinen kleinen eigenen Teil dazu tun, die Welt lebenswerter zu machen und wenn es nur für sich selbst ist. Wer weiß schon, ob wir uns nicht schonmal in einen Atomkrieg flüchteten und ganz von voirne angefangen haben. Wer weiß schon, zum wievielten Mal wir unsere Fehler wiederholen, nur weil wir vergessen und doch immer von Vorurteilen und Hass gesteuert werden können. So kann ich dir nur zustimmen, verehrter Höllenkühlschrank und dabei hätte ich dir so gerne widersprochen.
Mit freundlichem Gruße
Shadow
Du sprichst mir vollkommen aus der seele. ich weiß nicht, was ich sonst noch dazu sagen kann…die ganze lage ist irgendwie…erdrückend. und beängstigend. und verdammt aussichtslos ó.ò Man sollte aus seinem leben das beste machen und es genießen, wenn man die möglichkeiten hat.